ERSTER EUROPÄISCHER KULTURWEG IN BADEN-WÜRTTEMBERG: ERÖFFNUNG AM 13. OKTOBER 2019 IM TAUBERTAL

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Am 13. Oktober 2019 wird der 113. Europäische Kulturweg des Archäologischen Spessartprojekts e.V. (ASP) zwischen Gamburg, Niklashausen, Höhefeld und Bronnbach eröffnet.

Initiiert wurde das Projekt von Goswin von Mallinckrodt, Burgherr und Touristiker auf der Gamburg ob der Tauber, sowie Dr. Gerrit Himmelsbach, Projektleiter des ASP. Bald engagierte sich auch Marlise Düx, Vorsitzende des Pfeifervereins Niklashausen e.V. sowie Dr. Matthias Wagner, Leiter des Eigenbetriebs Kloster Bronnbach. Unter der professionellen Leitung von Dr. Himmelsbach wurde daraufhin eine Arbeitsgruppe vieler Heimatfreunde versammelt, Sponsoren gefunden und der Kulturweg auch auf das benachbarte Höhefeld ausgedehnt.

Neben den bekannten Highlights wie der Gamburg, dem Kloster Bronnbach und dem Pfeifermuseum Niklashausen konzentriert sich der mit einem gelben EU-Schiffchen markierte Rundweg vor allem auf die Vielfalt der Kulturlandschaft, die in einem eigenen Faltblatt sowie auf verschiedenen Informationstafeln entlang der Strecke erläutert wird. In der Tradition der bereits bestehenden Kulturwege des ASP sollen gerade die unauffälligen Dinge, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht als spannendes Zeugnis der Kulturlandschaft erkennt, für Bewohner und Besucher hervorgehoben werden. Drei Bahnhaltepunkte in Bronnbach, Gamburg und Niklashausen erleichtern den Wanderern dabei die Erkundung der einzelnen Etappen.

Rundweg 13. Oktober: Start und Ziel am Bahnhof Gamburg

Die Eröffnung beginnt um 10.30 Uhr mit einer Zugfahrt von Gamburg nach Niklashausen.

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Eröffnung Europäischer Kulturweg 113 Liebliches Taubertal am 13. Oktober 2019 – Start und Ziel in der Eventlocation Bahnhof Gamburg
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Die Eröffnung beginnt um 10.30 Uhr mit einer Zugfahrt von Gamburg nach Niklashausen.

Vor einem Besuch im Pfeifermuseum hören die Teilnehmer um 11 Uhr in der Kirche von Niklashausen Grußworte von Bürgermeister Ottmar Dürr, Landrat Reinhard Frank sowie Dr. Gerrit Himmelsbach und sehen eine kurze Szene aus der Pfeifergeschichte. Der dem Pfeiferhannes gewidmete Rundweg, vorbei an der geheimnisvollen Beghardenhöhle, ist ebenfalls Teil des Kulturwegs, wird am Eröffnungstag jedoch nicht begangen.

Um 12.30 Uhr folgt ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus „Zum Hirschen“.

Ab 13.30 Uhr beginnt die Wanderung nach Gamburg.

Vor der Burg werden die Teilnehmer um 14.15 Uhr von Goswin von Mallinckrodt und dem Burgbarden Michael Schmitt empfangen, um dann in den Kammerforst weiterzuziehen, wo sich ein außergewöhnliches Hügelgräberfeld befindet.

Gegen 15.30 Uhr erreicht man die ehemalige Bimssteinfabrik, in der die einst berühmten Gamburger Mäuschen hergestellt wurden. In der Flur Altekirchen auf der gegenüberliegenden Tauberseite befand sich einst eine keltische und frühmittelalterliche Siedlung.

Um 16 Uhr erreicht man, vorbei an der Stelle des ehemaligen Mühltors des Altorts Gamburg, den Hokemo-Brunnen und das Buscher-Museum.

Um 16.45 Uhr endet die Eröffnung mit einem „Schlusshock“ im Bahnhof Gamburg mit Kaffee und Kuchen.



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Wer auch den restlichen Kulturweg erkunden möchte, kann weiter Richtung Bronnbach wandern, vorbei an der in der Kelten- und Völkerwanderungszeit besiedelten Flur Leidenäcker sowie am wildromantischen Feuersteig. In Bronnbach zeigt ein eigener Rundweg zur Klosterlandschaft, wie sehr das Kloster die Umgebung über Jahrhunderte gestaltet hat. Zurück in Richtung Höhefeld passiert man die Station Pülversloch, bei der u.a. alte Grenzsteine abgezählt sowie zwei Hügelgräber und eine geheimnisvolle Steinhalde entdeckt werden können. In Höhefeld kündet eine Tafel u.a. von der Kirchengeschichte, der Luthereiche und dem Naturkünstler Erwin Aichele. Der Panorama-Rundweg am Neuberg bietet nicht nur einen spektakulären Fernblick ins Taubertal, sondern auch Informationen zum archäologischen „Höhefelder Fund“ und der Kulturlandschaft Frau Holle, die sich nördlich von Höhefeld erstreckt. Von hier geht es wieder nach Niklashausen.

Über das Archäologische Spessartprojekt

Nach seiner Eröffnung wird dieser 113. Kulturweg des Archäologischen Spessartprojekts der erste in Baden-Württemberg sein. Seit 1998 widmet sich das ASP der Forschung, Vermittlung und Pflege der Kulturlandschaft Spessart und arbeitet, z.B. als An-Institut der Universität Würzburg, eng mit verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten in einer Vielzahl wissenschaftlicher Projekte zusammen. Zudem ist es in verschiedenen europäischen Initiativen wie European Cultural Paths oder als Hauptinitiator an Pathways to Cultural Landscape engagiert und ist an der Umsetzung der Europäischen Landschaftskonvention beteiligt. Aus seiner fächerübergreifenden Ausrichtung für ein ganzheitliches Landschaftsverständnis und durch bürgerschaftliches Engagement entwickelte sich eine starke Verbindung aus wissenschaftlicher Forschung und Zivilgesellschaft, die heute unter dem Begriff „Citizen Science“ bekannt ist. Im Laufe der letzten Jahre haben sich mehr als 5.000 Freiwillige an den verschiedensten Projekten beteiligt, darunter archäologische Ausgrabungen, Prospektionen, Forschungs- und Kunstprojekte. Seit 1999 entsteht zudem ein immer dichteres Netz an Europäischen Kulturwegen, die helfen sollen, das Buch der Landschaft zu lesen und zu verstehen.